Ausbildungsmesse 2022

Am 09. Juli 2022 fand die 21. Ausbildungsmesse in der BROSE ARENA statt und die Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School war mit einem eigenen Messestand vertreten.

Die interessierten Schüler:innen und Eltern informierten sich neben den Ausbildungsinhalten insbesondere auch über die Möglichkeiten des berufsbegleitenden Erwerbs der Fachhochschulreife, die der Besuch der Berufsschule+ vermittelt und den Erasmus+ Projekten, die an unserer Schule angeboten werden.

Zusätzlich besuchten die Standbetreuer und unser Schulleiter OStD Pankraz Männlein die Stände unserer Ausbildungspartner um sich über die aktuellen Entwicklungen in Industrie und Handel auszutauschen.

StR Martin Tewordt

Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Am 27.06.2022 fand im Filmsaal der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School der Festakt zur Verleihung der Urkunde „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt.

Die Verleihung begann mit einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Schulleiter OStD Pankraz Männlein. Er sprach an, dass die Idee zur Mitgliedschaft der Schule im Netzwerk durch die SMV (Schülermitverantwortung) und somit direkt aus der Schülerschaft kam. So stellen sich Schule und Schülerschaft bewusst gegen Diskriminierung und Rassismus.

Schülersprecherin Vanessa Dueborgdioe holte alle anwesenden Klassensprecher:innen auf die Bühne, um gemeinsam von der Organisation des Projekts zu berichten. Dabei wurde deutlich, dass die Antragsstellung und Umsetzung der Unterschriftenaktion das Mitwirken vieler Leute bedurfte, um die notwendigen Unterschriften zu erhalten.

Anschließend appellierte Landrat Johann Kalb in seinem Grußwort in diesen herausfordernden Zeiten an die Aufrechterhaltung des humanistischen Menschenbilds und der Wertebildung im Schulsystem und dankte den Schüler:innen für ihr Engagement.

Staatsministerin Melanie Huml sieht die ihr übertragene Patenschaft als große Ehre an, da ihr Toleranz, Respekt und Offenheit wichtig sind. Sie unterstrich auch, wie bedeutend es sei, Zeichen zu setzen, um den Herausforderungen zu begegnen, die auf Europa und die Weltgemeinschaft zukommen. Dies könne der Antragsstatus der Ukraine zum Beitritt in die Europäische Union auf länderübergreifender Ebene sein oder die Bekennung vor Ort zu Werten wie Toleranz, Respekt und Offenheit durch den Beitritt in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das entschlossene Eintreten für wichtige Werte sei immer von Bedeutung, so Huml. Ihren Vortrag schloss sie mit folgender afrikanischer Weisheit: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Katrin Müller vom Bezirksjugendring Oberfranken übergab anschließend die Urkunde zur Mitgliedschaft im Netzwerk und betonte, dass „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eine Verpflichtung für die Zukunft darstellt und die Werte auch gelebt werden.

Dass der Projektgedanke an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School konsequent umgesetzt wird, belegten StDin Nicole Waletzko und StRin Julia Holzner mit ihrem Projekt „Krapfen verkaufen für einen guten Zweck“. Schüler:innen verkauften in der Faschingszeit Krapfen an ihre Mitschüler:innen und der erzielte Gewinn von 1.500,- € konnte als Spende an Sigrun Seifert, stellvertretend für den Verein EinDollarBrille e. V., übergeben werden. Frau Seifert bedankte sich in einer kurzen Ansprache herzlich für die Spende und übergab den Projektverantwortlichen jeweils ein Exemplar der EinDollarBrille.

Weitere Danksagungen gingen an die Jugendsozialarbeiterin Annika Gahr, die die Unterschriftenaktion gemeinsam mit der SMV initiiert hatte und an die Bäckerei Fuchs aus Bamberg, die die Krapfenaktion bereitwillig unterstützt hat.

Schülerpraktikum in Dänemark

Dieses Jahr war es wieder soweit! Nach einer langen, pandemischen Pause ging es am 22. April 2022 für 8 Schüler:innen unserer Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School los nach Dänemark. Erneut durften Auszubildende aus den Bereichen Medien, Verwaltung, Großhandel und Gesundheitswesen die wunderschöne Großstadt Odense auf der dänischen Insel Fünen erkunden. Sie haben die Möglichkeit des Erasmus Plus Programms genutzt und ein zweiwöchiges Auslandspraktikum absolviert. Eine lustige und abwechslungsreiche Zeit hatten die Schüler:innen mit den Lehrern StR Martin Klotz, StRin Julia Holzner, StR Clemens Frötschl, StR Martin Tewordt und OStRin Dominique Holzschuh.  

Nach einer 9-stündigen Reise mit der Bahn empfing uns die Erasmus-Koordinatorin des Tietgen Business College, Lisbeth Junker Mathiessen, welche zwei Wochen lang unsere engagierte und motivierte Ansprechperson war, am Bahnhof. Als kleine Gruppe besuchten wir gemeinsam Museen, bekamen eine Stadtführung durch Odense, besuchten die Städte Nyborg und Kopenhagen und gingen gemeinsam Essen. Ein kultureller Vorbereitungskurs auf unsere individuellen Praktikumsstellen und der Besuch eines Deutschunterrichts einer dänischen Klasse der Tietgen Schule durfte natürlich auch nicht fehlen. Dies stärkte intensiv unser interkulturelles Verständnis und unsere englischen Sprachkenntnisse. Noch intensiver wurden unsere Fähigkeiten durch das Praktikum gestärkt. Durch die Arbeit in einem ausländischen, fremdsprachigen Betrieb lernten wir die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem dänischen Arbeits- und Alltagsleben kennen. Das förmliche „Sie“, welches in Deutschland eine hohe Achtung hat, war hier fremd. Kollegen, Angestellte und der Chef wurden geduzt und dennoch respektvoll behandelt. Am Ende dieser aufregenden, ergebnisreichen und spannenden Zeit präsentierten alle Auszubildenden ihre Erfahrungen und Entdeckungen in einem kurzen Vortrag. Und dann ging es am 07. Mai auch schon wieder mit dem Zug zurück nach Bamberg!  

Projekt „Blühfläche“ im Innenhof

Im großen Innenhof der Berufsschule II und III wurde von Schülern und Schülerinnen der Berufsschule III Bamberg Business School und dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsteam auf einem etwa 200 Quadratmeter großen Teilstück der weitläufigen Magerrasenfläche eine mehrjährige Blühfläche angelegt.

Die Vorbereitungsarbeiten dazu übernahm der Maschinenring Bamberg unter Leitung von Herrn Mario Remmele. Der städtische Naturschutzbeauftragte Herr Dr. Jürgen Gerdes stand in der Planungsphase des Projekts dem Umweltteam beratend zur Seite und stellte zudem das hochwertige regionale Saatgut dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung. Während der gesamten Maßnahme konnten das Umweltteam und die beteiligten Schüler und Schülerinnen auf die wertvollen Ratschläge und die Unterstützung der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Frau Alexandra Klemisch vom Landratsamt Bamberg zählen.

Wenn demnächst hier eine Vielzahl von blühenden Wiesenblumen wachsen, haben Bienen, Hummeln und Insekten wieder eine zusätzliche Möglichkeit, mehr Nahrung in der Stadt zu finden.

Service-Learning-Projekt „EinDollarBrille“

„Mehr als 950 Millionen Menschen bräuchten eine Brille, können sich aber keine leisten.“ Vor diesem Hintergrund startete das Service-Learning-Projekt „EinDollarBrille“ in dem Schuljahr 2021/22 an der Berufsschule 3 in Bamberg. Innerhalb von sechs Wochen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler, im Ausbildungsgang Verwaltungsfachangestellte der 10. Jahrgangstufe, im Service-Learning Projekte Lösungen für konkrete Herausforderungen. Beispielhaft wurden u.a. die Sensibilisierung für den Verein „EinDollarBrille“ über die sozialen Medien oder Konzepte für eine nachhaltige Betreuung von Spendenboxen ausgearbeitet. Für weitere Infos klicken Sie hier.

Besuch der Lier videregaende skole in Drammen, Norwegen

Vom 16.-20.05.22 wurde erneut eine Gruppe von Lehrkräften von der Schulleitung an der Lier Upper Secondary School empfangen. Die Gruppe, bestehend aus Karin Braun, Katharina Jörgensen, Martin Schilling, Martin Tewordt und Jörg Neubauer war in das norwegische Drammen gereist, um sich über Digitalisierung und billinguales Marketing zu informieren und neue Impulse zu bekommen. Cathrin Borgebolle, Rektorin, Nina Forseberg, Konrektorin und Pernille Karella Augedal, Abteilungsleiterin der Lier videregaende skole, stellten die Schule und die Gegebenheiten der beruflichen Bildung in Norwegen vor. Die berufliche Schule in Lier hat sowohl Berufe im kaufmännischen Bereich (Service and Communication, Tourism, Sales) als auch im gewerblich-technischen Bereich (wie z. B. Elektronik, Floristik, und Healthcare). Es gibt dabei einige Besonderheiten wie z. B. dass die Schüler:innen Vollzeit an der Schule sind. Für die Gruppe der BSIII Bamberg Business School war es eine sehr schöne interkulturelle Erfahrung, die nicht nur den Horizont erweitert, sondern auch den Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt hat.

Besuch der Lier videregaende skole in Drammen, Norwegen

Nachdem die Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School bereits im Mai 2019 Besuch der Lier videregaende skole in Drammen begrüßen durfte, konnte nach den Reiseeinschränkungen aufgrund der Pandemie nun endlich der Gegenbesuch in Norwegen stattfinden. So besuchten die Ständige Vertreterin des Schulleiters StDin Sabine Schneider, die Fachbetreuerin für das Fach Politik und Gesellschaft (komm.) OStRin Daniela Kern und einer der Verantwortlichen der Modellschule für Werte.BS StR Martin Klotz vom 3. bis 9. April 2022 die berufliche Schule in Skandinavien. 

Das Foto zeigt die 3 Bamberger Lehrkräfte zusammen mit Pernille Karella Augedal, Abteilungsleiterin der Lier videregaende skole im schuleigenen Café.

Projekt WKB 12 „OneDollarBrille“

Im Rahmen eines Schulprojekts plant die 12. Jahrgangsstufe der Kaufleute für Büromanagement gerade ein Spendenprojekt zu Gunsten der „One Dollar Brille“.

Dieses Projekt setzt sich für die Herstellung von günstigen Brillen ein, damit hilfsbedürftige Menschen weltweit wieder sehen und damit am Arbeits- und dem täglichen Leben teilnehmen können.

Dazu starten wir einen Faschingskrapfenverkauf in der Woche vom 21.02 – 25.02.2022.

Hierzu sind alle Schüler:innen eingeladen zu helfen. Ihre Klassenleitung teilt aktuell eine Bestellliste aus, in der Sie sich gerne für einen oder mehrere Krapfen einschreiben können. Der Preis inklusive einer Spende pro Krapfen beträgt 1.50€.

Schüler:innen, welche keine Krapfen möchten aber trotzdem einen Teil dazu beitragen wollen, können gerne bei der jeweiligen Klassenleitung ihren Spendenbetrag abgeben.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Förderpreis der aktiven Bürgerschaft

Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School erhält deutschlandweit ausgeschriebenen Preis

Die Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School wurde von der Stiftung Aktive Bürgerschaft, Berlin, als einzige berufliche Schule mit dem deutschlandweit ausgeschriebenen Förderpreis für ihr Engagement im Bereich Service Learning ausgezeichnet. Mit dem Förderpreis wurden insgesamt 18 Preisträger geehrt, wobei der BS III Bamberg ein Preisgeld von 1.000,00 EUR zuerkannt wurde.

Bereits seit dem Schuljahr 2016/17 wird mit Service Learning an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School als Beitrag zur Förderung personaler Kompetenzen in der dualen Ausbildung eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Idee wurde zusammen mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Rahmen der Universitätsschulkooperation initiiert. Als zivilgesellschaftlicher Partner konnte unter anderem die Diakonie Bamberg-Forchheim gewonnen werden, mit der bis jetzt drei Serviceprojekte durchgeführt wurden, die sich thematisch in kleinere Teilprojekte untergliederten (Aufbau einer Social-Media-Plattform für die Diakonie, Befragung der Patientenzufriedenheit im Pflegeheim und Chancen- und Risiko-Analyse bei der Fuhrparkumstellung auf E-Mobilität).

Um Service Learning kurz an einem Beispiel vorzustellen, soll hier das Projekt „Chancen- und Risiko-Analyse bei der Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobilität der Diakonie Bamberg-Forchheim“ dienen. Didaktisch wurde Service Learning dazu in drei Phasen umgesetzt:

  • gemeinsame Auftaktveranstaltung mit Zielformulierung, 
  • dreimonatige Bearbeitungszeit in der Berufsschule mit Beratungssequenzen durch Akteure der Diakonie, schulischer Lehrkräfte sowie Vertreter der Universität,
  • Ergebnispräsentation als Abschlussveranstaltung bei der Diakonie (Lernortkooperation).

Bei der Auftaktveranstaltung wurden den Schüler:innen die karitativen Aktivitäten der Diakonie und das Projektziel vorgestellt. Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Auszubildenden konkrete Handlungsempfehlungen aus den vorliegenden Ergebnissen für die Diakonie.

Während der dreimonatigen Bearbeitungsphase haben sich die Auszubildenden in Kleingruppen mit folgenden Teilprojekten beschäftigt:

  • Ökonomische Perspektive: Die Auszubildenden erarbeiteten anhand von realen Daten der Diakonie eine Kosten-Nutzen-Rechnung sowie eine Amortisationsrechnung, um zu ermitteln, ab welchem Zeitpunkt es sich finanziell für die Diakonie lohnen würde, den Fuhrpark auf E-Mobilität umzustellen.
  • Ökologische Perspektive: Die Auszubildenden bearbeiteten die Frage, ob ein E-Auto von der Produktion bis zur Verschrottung wirklich ökologisch sinnvoller ist als ein herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.
  • Soziale Perspektive: Hier ging es vorwiegend darum, wie sich E-Mobilität auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auswirken kann und wie ggf. dadurch die Qualität der Pflegeleistungen beeinflusst wird.

Im Ergebnis hat die engagierte Arbeit der Auszubildenden dazu beigetragen, dass die Diakonie sukzessive E-Autos angeschafft hat, die den dienstlichen Anforderungen der Beschäftigten gerecht werden, um eine qualitativ gute und zuverlässige Pflege zu garantieren.

Einen Eindruck von der Preisverleihung erhalten Interessierte über folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=GBt6iH76FGM (Zeitintervall 00:57:00 bis 01:08:00).

Glückwünsche aus Politik, Wirtschaft und von der Universität