Internationale Zusammenarbeit

Aktuelles

Partnerschulen führen gemeinsam internationale Online-Workshops durch

In der Woche um Christi Himmelfahrt vom 10.-14. Mai fanden insgesamt 4 digitale Workshops zu unterschiedlichen Themen statt, die jeweils von Mitgliedern der beteiligten Schulen Lier videregående Skole (Norwegen), Tietgen Business College (Dänemark), dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Bamberg und der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School organsiert wurden.  

Über die virtuellen Konferenzräume konnten alle interessierten Lehrkräfte aller beteiligten Partnerschulen teilnehmen. Daher wurde in den kurzweiligen Workshops zu den Themen „Fun in the classroom“, „how to establish an eTwinning project“, working collaboratively” und “digital plattforms” auch auf Englisch kommuniziert. 

Der digitale Blick über den Tellerrand und die Kooperation mit den Partnerschulen war eine gelungene Abwechslung in der herausfordernden Pandemiezeit und machte Lust auf weitere Kooperationsprojekte, die zukünftig auch wieder einen leibhaftigen Erfahrungsaustausch beinhalten. 


Partnerländer

Daumen hoch für Mallorca

Kurz vor Weihnachten 2019 besuchten die Lehrkräfte Sabine Schneider, Katharina Jörgensen und Martin Klotz zusammen mit Dr. Robert Richter vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Bamberg verschiedene Schulen und Unternehmen auf Mallorca.

Ziel des Besuchs war es, im Rahmen des Erasmus+ Programmes Kontakte zu spanischen Unternehmen zu knüpfen, um Schüler:innen Auslandspraktika in Spanien zu ermöglichen. Hierfür wurde der bestehende Kontakt zu dem Erasmus+ Koordinator der Balearen, Óscar Millán Núñez, über das Staatliche Berufliche Schulzentrum Bamberg genutzt und vertieft. Dieser stellte für uns ein umfangreiches und vielseitiges Programm zusammen, welches uns die Möglichkeit bot, verschiedene berufliche Schulen im kaufmännischen Bereich zu besichtigen. Hier erhielten wir wichtige Informationen zum spanischen beruflichen Schulsystem, welches sich vom bayerischen Schulsystem in vielen Punkten unterscheidet. So müssen beispielsweise einige Auszubildende täglich nach der Arbeit noch in die Berufsschule. Anders als bei uns endet der Unterricht für diese Schülergruppe nicht um 15:45 Uhr sondern um 21:00 Uhr. Überraschend war für die Bamberger Lehrkräfte auch die Ausstattung der Klassenzimmer. Für die kaufmännischen Klassen gibt es keine DV-Räume, sondern jeder Klassenraum ist mit PCs ausgestattet, so dass alle Schüler:innen stets einen eigenen Bildschirmarbeitsplatz zur Verfügung haben. Hauptbestandteil im Unterricht ist in den meisten Fällen die Arbeit in Übungsfirmen.

Die Erasmus+ Koordinatoren der jeweiligen Schulen organisierten darüber hinaus Betriebsbesichtigungen in zehn kaufmännischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen, wie zum Beispiel „Steuer und Verwaltung“ und „Automobilverleih und -handel“. Die Ansprechpartner in den Unternehmen haben schnell signalisiert, dass unsere Auszubildenden herzlich willkommen sind. Die Sprache stellt kein Hindernis dar, da viele Unternehmen einen internationalen Kundenstamm haben und Englisch in den meisten Fällen ausreichend ist. Da sich unsere Schülerschaft in der Ausbildung befindet, planen wir für das nächste Schuljahr Praktika mit der Dauer von ca. zwei bis drei Wochen. Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Bamberg hat bereits im gewerblichen Bereich Auslandspraktika auf Mallorca erfolgreich durchgeführt und stieß bei allen Teilnehmenden auf eine positive Resonanz.

Auch Lehrkräfte beider Länder sollen zukünftig die Chance erhalten, mittels Job Shadowing die jeweils anderen Bildungssysteme kennenzulernen und Impulse für ihren Unterricht zu gewinnen.

Wir freuen uns, dass wir mit unserem Besuch viele Kontakte knüpfen konnten. Somit können wir unseren Schüler:innen die Möglichkeit bieten, berufliche und persönliche Auslandserfahrungen zu sammeln. Da es sich dabei um eine Mobilität im Rahmen des Erasmus+ Programms handelt, stehen hierfür Fördergelder der EU zur Verfügung.

Anfang Februar 2020 war eine Delegation der norwegischen Berufsschule „Lier videregående skole“ in Bamberg zu Gast, nachdem bereits im Oktober Vertreter der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School in Norwegen waren. Wir durften die Schulleiterin Anne Johanne Guldvik, die stellvertretende Schulleiterin Ellen Lysne, die Fachbereichsleiterin Pernille Karella Augedal und die Lehrer Einar Fredrik Nyheim, Poul Espen Dahl und Kristin Haghus an unserer Berufsschule willkommen heißen. Auf dem kurzweiligen Programm standen Unterrichtshospitationen, die Vorstellung von internationalen Projekten und der Besuch vom Musikhaus Thomann. Da die Partnerschule neben der kaufmännischen Ausbildung auch handwerkliche Ausbildungsrichtungen anbietet, nahm das Staatliche Berufliche Schulzentrum Bamberg auch an dem Programm teil und stellte sich und ihre Partnerbetriebe ebenfalls vor. Höhepunkt des Besuchs war die feierliche Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen der staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School und Lier videregående skole.

Ziel ist es in Zukunft, Auszubildenden der beteiligten Berufsschulen, die Möglichkeit zu bieten ein Erasmus+* gefördertes Praktikum bei Partnerunternehmen in Norwegen zu absolvieren. Ein entsprechender Förderantrag wurde bereits gestellt. Natürlich möchten wir auch norwegischen Auszubildende die Möglichkeit für ein Praktikum bei Bamberger Ausbildungsbetrieben ermöglichen. Zudem möchten wir die Expertise der Partnereinrichtung in den Bereichen „Digitalisierung im Unterricht und Schulverwaltung“ und „Werteorientierung“ auch für die strategische Schulentwicklung der Staatlichen BS III Bamberg Business School nutzen. Zu diesem Zweck sind entsprechende Austauschprojekte mit Lehrenden geplant.

(* Norwegen ist, obwohl es kein Mitglied der EU ist, Partnerland im Erasmus+ Programm)


Internationale Fortbildungen

Schuljahr 2018/2019 und 2010/2020

Das Erasmus+ Programm ermöglichte es in den letzten Schuljahren verschiedenen Lehrkräften der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School, je eine Woche ihrer Osterferien bzw. Herbstferien auf Malta zu verbringen, um sich sprachlich und interkulturell fortzubilden und die Insel zu erkunden.

Sie besuchten einen auf ihre Bedürfnisse maßgeschneiderten Kurs am ETI (= Executive Training Institut, Malta). Außer sprachlichen Skills wie Grammar, Vocabulary, Communication und Phonetic standen neben landeskundlichen Themen auch Diversity and Intercultural Skills auf dem Programm. Die Dozentin Judy verstand es, ihren Unterricht auf die verschiedenen Sprachniveaus einzustellen, so dass alle Lehrkräfte profitieren konnten. Wieder einmal in der Rolle des Schülers zu sein, war noch dazu für alle Lehrkräfte eine gute Erfahrung.

Schuljahr 2018/2019

Im Mai 2019 machte sich eine Delegation aus Vertretern der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School und Bildungspartnern aus der Wirtschaftsregion Bamberg auf den Weg, um sich in Estland rund um das Thema Digitalisierung zu informieren. Nicht nur in Fachkreisen gilt Estland als Vorreiter im Bereich der digitalen Transformation, sodass unsere Erwartungen, viel Interessantes und Neues zu erfahren, entsprechend groß waren.

Die siebentägige Exkursion begann in Valga, wo wir in einem Mix aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Unterrichtsbesuchen an einem Berufsschulzentrum einen ersten Einblick in das estnische Schulsystem erhielten. Weitere und vertiefende Informationen zum beruflichen Schulsystem wurden unserer Expertengruppe am Vocational Education Centre sowie durch einen Besuch des Bildungsministeriums in Tartu gewährt. Ein wohl durchdachtes  Fortbildungsprogramm führte uns schließlich auch in die Hauptstadt des Landes nach Tallinn. Dort besuchten wir wichtige Einrichtungen des estnischen Bildungssystems wie z. B. die Organisation Innovet – das Pendant zum bayerischen ISB –, das Digitalisierungszentrum e-estonia sowie eine gewerbliche und kaufmännische Berufsschule besuchten. Im Mittelpunkt unseres Interesses stand insbesondere die Frage: Welche Ideen und Inhalte können wir für die Qualitätsentwicklung unserer Schule und letztlich zum Wohle unserer Schüler:innen umsetzen?

Natürlich bot das vielfältige Reiseprogramm auch Raum, um die Kultur und damit auch Land und Leute kennenzulernen. Sodass wir am Ende einer gewinnbringenden Erasmus-Mobilität mit vielfältigen Informationen, einer Reihe neuer Ideen und für uns wertvolle Erfahrungen die Rückreise nach Bamberg antreten konnten.


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