Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Schulprojektwoche „Jetzt WELTfairÄNDERN!“ hat Halt an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School gemacht

Gemeinsam mit dem Jugendamt der Erzdiözese Bamberg und dem BDKJ Bamberg fand an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School vom 10. bis 14.06.2024 eine Nachhaltigkeitswoche unter dem Motto „JETZT WELTfairÄNDERN!“ statt.

„JETZT WELTfairÄNDERN!“ ist ein mehrmals von der UNESCO ausgezeichnetes Projekt, das Schülerinnen und Schüler für das wichtige Thema der Nachhaltigkeit und der sozialen Gerechtigkeit in der eigenen Lebens- und Arbeitswelt sensibilisiert. Dafür wurden auf dem Schulgelände zwei WELTfairÄNDERER-Zelte sowie ein von der SMV betreutes FairCafé aufgebaut, in denen den Auszubildenden in verschiedenen Workshops Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE) spielerisch, erlebnis- und erfahrungsorientiert vermittelt wurde.

Eine abschließende Projektevaluation ergab Impulse, wie sich das Projektziel „Jetzt WELTfairÄNDERN!“ auch im weiteren Berufsschulalltag nachhaltig integrieren und somit in das Schulprofil einbetten lässt.

Nach einer tollen Projektwoche gilt der Dank dem WELTfairÄNDEREN-Team und den vielen helfenden Händen für ihr außerordentlich tolles Engagement und die vielen wertvollen Impulse!

Lukas Jung & Thomas Hein

Feierliche Auftaktveranstaltung zur Nachhaltigkeitswoche „Jetzt WELTfairÄNDERN!“

Am Montag, den 10.06.2024, wurde die Nachhaltigkeitsprojektwoche der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School unter dem Motto „Jetzt WELTfairÄNDERN“ mit einer feierliche Auftaktveranstaltung inklusive Presserunde eröffnet.

Neben den Klassensprechern waren auch Ehrengästen aus der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kammer und Verband anwesend, was die enorme Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Bildung herausstellt.

Ehrengäste aus der Politik (u.a. Landtagsabgeordnete Ursula Sowa, Landrat Johann Kalb und Stadtrat Heinz Kuntke), der Erzdiözese Bamberg (Björn Scharf, Joachim Waidmann, Andreas Weick), der Rechtsanwaltskammer (Rainer Riegler), dem Zweckverband (Manfred Deinlein) und der Universität (u. a. Prof. Dr. Julia Warwas, Stefan Huber)

Pankraz Männlein, Schulleitung der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School, stellte nach einleitenden Grußworten BNE als Schlüsselthema der beruflichen Bildung in ihrer Bedeutung heraus und dankte allen Projektbeteiligten für ihr Engagement.

Landrat und Berufsschulbeiratsvorsitzender Johann Kalb sprach anschließend in seinem Redebeitrag insbesondere den anwesenden Auszubildenden Mut zur Mitverantwortung zu und betonte die Besonderheit, dass die Projektdurchführung an einer Berufsschule eine Projekt-Premiere ist, bevor er die Nachhaltigkeitswoche symbolisch eröffnete.

Stefan Huber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theologische Ethik der Universität Bamberg, plädierte in einem wissenschaftlichen Impulsvortrag zum Dreischritt der christlich inspirierten Sozialethik Sehen, Urteilen und Handeln dafür, die Herausforderungen der Welt im Hier und Jetzt zu erkennen, zu reflektieren und aktiv dagegen vorzugehen – etwa gegen die Klimakrise mit Schulbildungsprojekten wie diesem.

Abschließend stellten Björn Scharf vom Jugendamt der Erzdiözese Bamberg und Joachim Waidmann vom angegliederten Referat für Schülerinnenseelsorge das UNESCO ausgezeichnetes Bildungsprojekt der katholischen Kirche vor, bedankten sich bei allen Engagierten und luden zu einer Zeltbesichtigung ein.

Für die Verpflegung sorgte die SMV der Schule, welche während der Aktionswoche das FairCafé betreuen und fair gehandelte Produkte wie Cappuccino oder Eis verkaufen.

Wir wünschen allen Auszubildenden eine spannende und erkenntnisgewinnbringende Projektwoche mit erkenntnisgewinnbringenden Workshops und bedanken uns herzlich für alle involvierte Personen, die diese Nachhaltigkeitswoche ermöglichen!

Denn in einer Aussage waren sich alle einig. Jetzt ist die Zeit!

Lukas Jung & Thomas Hein

So ein Theater – die WBK 11 fährt nach Frankfurt

Am Freitag, den 7. Juni starteten wir früh morgens vom Bamberger Bahnhof. In Frankfurt angekommen verschafften wir uns zunächst einen Überblick und genossen die imposante Sicht auf die Skyline der Bankenhauptstadt von der 200 Meter hohen Besucherplattform der Hessischen Landesbank.

Danach ging es in den Stadtteil Westend. Bei der Deutschen Bundesbank erfuhren wir in einem Referat viel Interessantes über die Ziele und Instrumente der Geldpolitik und über die aktuellen Entwicklungen. Abgerundet wurde unser Besuch dort im Geldmuseum, multimedial und abwechslungsreich gab es viel zu lernen und zu erleben über das Thema Geld.

Nun mussten wir uns mit Pizza und Pasta stärken, stand doch im Anschluss Kultur auf dem Programm. Bei einem vorhergehenden Telefonat erinnerte sich Karola Diestel, die Leiterin des Galli Theaters Frankfurt, an frühere WBK-Besuche („Seid ihr die Banker aus Bamberg?“). Ihr Angebot, den Spielplan an diesem Abend extra für uns zu ändern war natürlich großartig, wir waren sehr gespannt. Unsere Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen. Frau Diestel präsentierte exklusiv für uns eine rasante Mischung aus „Einfrau-Stück“, Impro- und Mitmach-Theater. Dass dabei einige von uns auf der Bühne spontan in die (eigentlich vertraute) Rolle einer Bankberaterin, eines Bankberaters schlüpfen mussten, kam absolut überraschend, war einfach nur komisch und sicher unvergesslich.

Den Vormittag des Samstags hatten die Schülerinnen und Schülern zur freien Verfügung. In kleinen Gruppen erkundeten sie die Innenstadt und nutzten beim Shoppen das breite Sortiment des örtlichen Einzelhandels. Am Nachmittag folgte ein weiteres Highlight. In einer zweistündigen Panoramafahrt auf dem Main beeindruckten uns die zahllosen Sehenswürdigkeiten der Metropole. Nach zwei ebenso erlebnisreichen wie anstrengenden Tagen ließen wir unsere Klassenfahrt gemütlich in der Frankfurter Gastronomie ausklingen, bevor es am Sonntag wieder nach Hause ging.

Unser ganz besonderer Dank gilt den Ausbildungsbetrieben, der Sparkasse Bamberg, der VR Bank Bamberg-Forchheim eG und der Raiffeisenbank Burgebrach-Stegaurach eG. Sie übernahmen für ihre Auszubildenden die Kosten der Klassenfahrt – eine außergewöhnliche Geste der Wertschätzung.

Christian Goetz

Eine spannende Hauptversammlung – die WBK 10 bei der Baywa AG in München

Es ist zehn Jahre her, dass André Höfer als Auszubildender der Sparkasse Bamberg unsere Schule besuchte. Heute trägt er als Referent in der Pensionsverwaltung der Baywa AG die Verantwortung für die betriebliche Altersvorsorge. Bei einem zufälligen Treffen erklärte er sich spontan bereit, einer Bankklasse der Staatlichen Berufsschule III Business School ein ganz besonderes Erlebnis zu ermöglichen, den Besuch der Hauptversammlung der im S-Dax notierten Baywa AG.

Am 11. Juni starteten wir also in Richtung München. Während der Zugfahrt nutzte André die Zeit, um die Klasse über die möglichen Geschehnisse zu informieren, ließen doch alle Vorzeichen eine außergewöhnliche Hauptversammlung erwarten. Erstmals in der 100jährigen Unternehmensgeschichte musste die Baywa AG einen Jahresfehlbetrag ausweisen mit der Folge, dass die Aktionäre wohl für dieses Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung erhalten werden. Das führte natürlich zu einem Absturz des Aktienkurses an den Börsen. Zudem berichteten die Medien im vergangenen Jahr immer wieder von angeblichen Schlammschlachten in der Führungsetage. Es waren also alle Voraussetzungen gegeben für eine spannende HV mit vielen kritischen Nachfragen und hitzigen Debatten.

Als Aufsichtsratsvorsitzender eröffnete Gregor Scheller, der zuvor Vorstandsvorsitzender der VR Bank Bamberg-Forchheim eG war, die Versammlung. Danach kam Marcus Pöllinger seiner Pflicht als CEO nach und berichtete detailliert und sehr transparent von einem wenig erfreulichen Geschäftsjahr. Er skizzierte aber auch seine „Strategie 2030“, mit der er den Großkonzern wieder zurück in die Erfolgsspur führen will. In der folgenden Aussprache mussten sich Vorstand und Aufsichtsrat scharfe Kritik an der Entwicklung des Unternehmens anhören, sowohl von Aktionärsvereinigungen als auch von einzelnen Anteilseignern. Angesichts dieser turbulenten Ereignisse war es alles andere selbstverständlich, dass sich uns trotz erkennbarer Anspannung Aufsichtsratsvorsitzender Scheller und CEO Pöllinger in einer Pause für ein kurzes Gespräch und ein Foto zur Verfügen stellten, zu unser großen Freude.

Die Schülerinnen und Schüler der WBK 10 bedanken sich ganz herzlich bei André Höfer für einen lehr- und ereignisreichen Tag und wir Lehrer auch für seine Bereitschaft, im nächsten Schuljahr wieder eine Klasse der Staatlichen Berufsschule III Business School zur Hauptversammlung der Baywa AG einzuladen.

Christian Goetz

Die SMV reist nach Dänemark

Im Rahmen des Erasmus-Programms hatten wir, das Schülerparlament der Berufsschule, die großartige Gelegenheit, vom 2. bis 5. Mai 2024 unsere Partnerschule, das Tietgen College in Odense, Dänemark, zu besuchen.

Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks und ist bekannt als Geburtsstadt des berühmten Schriftstellers Hans Christian Andersen.

Die Reise begann mit viel Aufregung und Vorfreude, als wir uns auf den Weg nach Odense mit dem Zug machten. Schon bei unserer Ankunft wurden wir herzlich von einer Lehrkraft empfangen und spürten sofort die offene und einladende Atmosphäre, die das Tietgen College auszeichnet. Diese Schule ist nicht nur modern und innovativ, sondern legt auch großen Wert auf ein harmonisches Miteinander.

Während unseres Aufenthalts konnten wir viele interessante Einblicke in den Schulalltag und die Lehrmethoden am Tietgen College gewinnen. Besonders beeindruckend war die Art und Weise, wie dort Teamarbeit und Gemeinschaftsgefühl gefördert werden und die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler. Sie übernehmen viel Verantwortung im Rahmen ihres Schülerparlaments und arbeiten in speziellen Sparten, die jeweils eigene Aufgabenbereiche abdecken. Einige sind beispielsweise für Umweltprojekte zuständig, andere organisieren Partys und Veranstaltungen und wieder andere kümmern sich um Nachhaltigkeit. Diese Struktur ermöglicht es ihnen, in ihren jeweiligen Bereichen viel zu bewegen und aktiv zur Gestaltung ihrer Schule beizutragen.

Ein weiteres Highlight der Reise war der Austausch mit den dänischen Schülerinnen und Schülern. Durch gemeinsame Gespräche konnten wir nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch Freundschaften schließen und kulturelle Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten entdecken. Dieser interkulturelle Austausch hat uns gezeigt, wie wichtig und bereichernd internationale Zusammenarbeit sein kann.

Die vier Tage in Odense waren geprägt von intensiven Begegnungen und spannenden Aktivitäten. Die Zeit verging wie im Flug und wir kehrten mit vielen neuen Ideen und Inspirationen zurück. Wir möchten uns herzlich bei unseren Gastgebern am Tietgen College für ihre Gastfreundschaft und die wertvollen Erfahrungen bedanken. Diese Reise hat uns nicht nur persönlich, sondern auch als Schülervertretung gestärkt und weitergebracht.

Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke in unsere Arbeit an der Berufsschule einfließen zu lassen und hoffen, dass dies nur der Beginn einer langen und erfolgreichen Partnerschaft mit dem Tietgen College ist.

Vincent Cholewa
Schülersprecher

„Not more IT, but a better use“ – Job-Shadowing in Dänemark

Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatten wir (OStRin Karin Braun, StRin Ina Frank, OStRin Birgit Hiemeyer, OStRin Bernadette Mirsberger und OStRin Birgit Roth) die Gelegenheit, eine Woche lang die Tietgen Business School in Dänemark zu besuchen. Wir wurden sehr herzlich von Lisbeth Junker Mathiassen und dem gesamten Kollegium empfangen. Unser Besuch war Teil eines Job-Shadowings, das darauf abzielt, den Austausch von Lehrkräften zu fördern.

Die Woche in Dänemark war für uns alle eine äußerst bereichernde Erfahrung. Wir konnten das dänischen Bildungssystem aus erster Hand erleben und wertvolle Einblicke in verschiedene Aspekte gewinnen:

  1. Besuch des Future Classroom Lab in Kopenhagen: Ziel der Institution ist es, eine neuartige Lernumgebung zu schaffen, in der Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und ihre Fähigkeiten teilen können. Dabei können sie auf digitale Technologien und kreative Materialien zurückgreifen.
  2. Lernmanagementsystem Canvas: Wir konnten sehen, wie das Lernmanagementsystem Canvas effektiv eingesetzt wird, um den Lernprozess zu organisieren und zu strukturieren.
  3. Online Selbstlernkurse: Bei der Hospitation einer Unterrichtsstunde mit Schülerinnen und Schülern, die über Online-Selbstlernkurse unterrichtet werden, konnten wir die Vorteile, wie Flexibilität und Förderung des individuellen Lernens, erleben.
  4. Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Beeindruckt von der innovativen Nutzung der Künstlichen Intelligenz im Unterricht, die das Lernen interaktiver und ansprechender macht, diskutierten wir auch über mögliche Gefahren beim Unterrichtseinsatz.
  5. Erstellung von Avataren: Wir erhielten Einblick in die Erstellung von Avataren zur Gestaltung kreativer Unterrichtseinheiten.

Neben diesen schulischen Erfahrungen konnten wir auch die dänische Kultur erleben und beispielsweise das Christian Andersen Museum besuchen, was sicherlich zu den Highlights unseres Aufenthaltes zählte.

Insgesamt war der Erasmus+ Aufenthalt in Dänemark eine großartige Gelegenheit, neue Ideen zu sammeln, Best Practices zu teilen und die europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung zu stärken. Wir freuen uns auf weitere europäische Austauschprogramme in der Zukunft.

Karin Braun, Ina Frank, Birgit Hiemeyer, Bernadette Mirsberger, Birgit Roth

Das Inklusionsteam unserer Schule begrüßt interessierte Lehrerinnen und Lehrer (internationaler) Schulen

Am17.04.2024 durften wir den dänischen Kollegen Rune Pettersson vom Tietgen Gymnasium aus Odense sowie Katrin Gensler (Ansprechpartner für Inklusion) und Nicolai Gensler (Beratungslehrer) von der FOS/BOS Bamberg bei uns an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School begrüßen. Im Rahmen eines interkulturellen Austausches wurde ihnen ein Einblick in unser Schulprofil Inklusion gegeben. 

Unsere Gäste wurden herzlich empfangen und erhielten eine kurze Einführung in die Struktur unserer Berufsschule. Anschließend präsentierten OStRin Viola Hahn und StRin Ina Frank vom Inklusionsteam den Besuchern die Ansätze und Maßnahmen zur Förderung unserer Schülerinnen und Schüler in den Förderfachklassen. Neben Diagnostik und Fördermaßnahmen wurden auch erprobte Faktoren, die für das Gelingen unseres Konzeptes bedeutsam sind, vorgestellt. 

Es folgte eine offene Diskussionsrunde, in der Ideen, Herausforderungen und bewährte Praktiken im Bereich der Inklusion besprochen werden konnten.  

Wir bedanken uns herzlich für den Besuch und den inspirierenden Austausch. Wir hoffen auf weitere Begegnungen und Zusammenarbeit. 

StRin Ina Frank 

Unsere Schülerinnen und Schüler sammelten am Weihnachtsbasar über 3.500 Euro Spenden – nun können sich regionale Organisationen freuen

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Berufsschule III Bamberg – Business School beim diesjährigen Weihnachtsbasar großzügige Spenden gesammelt haben. Unsere Schülermitverantwortung (SMV) hat sich dafür entschieden, das Geld an regionale Organisationen zu spenden, die direkten Einfluss auf Menschen in unserer Stadt haben. Es war ihnen wichtig, einen positiven Beitrag zu leisten und bedürftigen Kindern und Familien zu helfen.

Insgesamt konnten wir stolze 2.202,00€ an Frau Helga Sander für das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt sowie 1.503,00€ an Frau Kathrin Kolb für das Mutter-Kind-Haus Sprungbrett (SKF Bamberg) übergeben.

Neben den Vertreterinnen der beiden Organisationen waren bei der Spendenübergabe auch Schulleiter OStD Pankraz Männlein, stellvertretende Schulleiterin StDin Sabine Schneider, Schülersprecher Emir Inevi sowie die Organisatorinnen des Weihnachtsbasars, StDin Nicole Waletzko und StRin Ina Frank, anwesend.

Diese großartige Aktion zeigt die Solidarität und Großzügigkeit unserer Schulgemeinschaft und wir sind stolz auf das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die zu diesem erfolgreichen Ergebnis beigetragen haben. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam Gutes zu tun und Menschen in unserer Region zu unterstützen.

StRin Ina Frank

Durch persönliche Geschichten lernen: Wanderausstellung „Humans of the Holocaust“ macht Halt an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School

Die Wanderausstellung „Humans of the Holocaust“ präsentiert 38 bewegende Geschichten des israelischen Künstlers Erez Kaganovitz über menschliche Stärke, Überlebenswillen und Hoffnung inmitten der Dunkelheit. Die Stiftung Jugendaustausch Bayern will damit besonders Jugendliche für den Holocaust sensibilisieren. Seit dem 18. Januar 2024 ist „Humans of the Holocaust“ an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School zu sehen.

Junge Menschen über den Holocaust zu informieren und ihr Bewusstsein für dieses wichtige Kapitel der Geschichte zu schärfen,  das ist das Ziel von „Humans of the Holocaust“ des israelischen Künstlers Erez Kaganovitz. Die Wanderausstellung bietet nicht nur einen emotionalen Einblick in das Leben von Holocaustüberlebenden und ihrer Nachfahren. Mit einfühlsamen Fotografien, begleitenden Texten und digitalen Elementen erzählt sie von individuellen Schicksalen, und geht dabei weit über die gängigen Konzepte klassischer Holocaust-Ausstellungen hinaus.

Um den knapp 1.700 Schülerinnen und Schülern der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School eine aktive und intensive Auseinandersetzung mit der Holocausthematik zu ermöglichen, erhalten  alle Klassensprecher:innen der Schule durch Mitarbeiterinnen des Projekts „Decoding Antisemitism“ und der Stiftung Jugendaustausch Bayern eine Lotsen-Ausbildung. Diese so qualifizieren Lotsen können ihre Mitschüler:innen durch die Austellung begleiten und sie damit bei ihrem Wissenserwerb zu israelbezogenem Antisemitismus unterstützen.

Pankraz Männlein, Leiter der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School, erklärt bei der Eröffnung: „In einer Zeit, in der die Medien fast täglich von in Deutschland stattfindenden antisemitischen Äußerungen und Ausschreitungen berichten – nicht zuletzt hervorgerufen durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Hamas und dem Staat Israel –, sind wir alle aufgerufen, gegen Ausgrenzung, Hass und Diffamierung vorzugehen. Von daher danke ich den Ausstellungsmachern, dass sie sich für unsere Schule als Ausstellungsort entschieden haben, werden doch damit in besonderem Maße unsere schulischen Profile, wie „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“, „Werte.BS“ oder „Schülerparlamente stärken“ sowie viele weitere Projekte unterstützt.“

Die Ausstellung schlage eine wichtige Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, betont Donata Di Taranto, Programmreferentin der Stiftung Jugendaustausch Bayern und ergänzt: „Die Ausstellung und unsere Arbeit für den Jugendaustausch teilen die gleiche Grundidee: Das Existenzrecht von Israel ist nicht verhandelbar! Wir ermutigen Jugendliche daher, sich aktiv gegen israelbezogenen Antisemitismus, Rassismus und jegliche Formen von Intoleranz einzusetzen. Das gegenseitige Kennenlernen und die Förderung der Erinnerungskultur stärken das gegenseitige Verständnis. Für die nachfolgenden Generationen ist es unsere Pflicht, das Versprechen ,Nie wieder‘ mit Leben zu füllen.“

„Humans of the Holocaust“ ist bis zum 6. Februar in der der Staatlichen Berufsschule III in Bamberg Business School zu sehen und für jedermann zugänglich. Die Berufsschule ist der sechste Halt der von der Stiftung Jugendaustausch Bayern organisierten Wanderausstellung. Vergangene Ausstellungsorte waren unter anderem das Pädagogische Bildungszentrum in Furth im Wald und die Katholische Stiftungshochschule mit den Standorten Benediktbeuern und München. Bis Ende 2024 wird „Humans of the Holocaust“ nun durch alle bayerischen Regierungsbezirke wandern.

___________________________________________________________________

Über die Ausstellung und den Künstler

Das Foto-Projekt „Humans of the Holocaust“ entstand, nachdem Fotograf Erez Kaganovitz eine Studie der Jewish Claims Conference gelesen hatte. Daraus ging hervor, dass über zwei Drittel der Jugendlichen in den USA noch nie etwas von Auschwitz gehört haben. Als Enkel eines Holocaust-Überlebenden will Kaganovitz mit seinen Fotos die Überlebenden, ihre Nachfahren sowie deren Geschichten in den Mittelpunkt rücken und damit junge Menschen für die Vergangenheit sensibilisieren. Die Ausstellung wurde unter anderem in der Deutschen Botschaft in Israel sowie in der Bayerischen Auslandsrepräsentanz in Israel gezeigt. Der in Israel geborene Künstler Erez Kaganovitz lebt und arbeitet in Tel Aviv. Mehr Informationen unter: http://www.humansoftelaviv.co.il/

Über die Stiftung Jugendaustausch Bayern

Die Stiftung Jugendaustausch Bayern wurde im Juli 2021 von der Bayerischen Staatsregierung gegründet. Sie hat das Ziel, jedem jungen Menschen in Bayern einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Dazu entwickelt und fördert sie innovative Projekt- und Programmformate mit Trägern des internationalen Jugendaustauschs und verstärkt bestehende Begegnungsprogramme mit Fokus auf unterrepräsentierte Zielgruppen. Geografische Schwerpunkte sind Israel, Tschechien, das Vereinigte Königreich, der Kontinent Afrika sowie Mittelost- und Südosteuropa. Mehr Informationen unter: https://jugendaustausch.bayern/

Kontakt: Terry-Ann Branch, terryann.branch@jugendaustausch.bayern, Tel.: 0157 86603801

Gemeinsam Diskriminierung verhindern – ein Projekt der GMF11c

Am 13.12.2023 lud die GMF11c Andre Leipold als externen Referenten in den Deutschunterricht ein. Herr Leipold ist Mitarbeiter im Amt für soziale Angelegenheiten und betreut obdachlose Menschen in der Stadt Bamberg.

Es war ein großes Anliegen der Klasse, sich im Rahmen von Schule ohne Rassismus, mit verschiedenen Formen der Diskriminierung auseinanderzusetzen, aufzuklären und sich dagegen stark zu machen. Neben der Diskriminierung von Obdachlosen, beschäftigt sich die Klasse auch mit vielen anderen Diskriminierungsformen, wie Lookismus, Sexismus oder Diskriminierung von bestimmten Krankheiten, Alter oder Geschlechtern.

Während der Gesprächsrunde mit Herrn Leipold hatten die Schüler:innen die Möglichkeit, verschiedene Fragen zu stellen und mehr über die Unterstützungsmöglichkeiten für Obdachlose zu erfahren:

1. Sind in Bamberg ausreichend Obdachlosenunterkünfte vorhanden? Wie sind deren Zustände?
2. Gibt es Angriffe aus der Bevölkerung auf Obdachlose?
3. Wie sieht es mit der mobilen medizinischen Versorgung aus? Wird diese in Anspruch genommen?
4. Wie ist die Situation bezüglich der Sozialversicherung? Wer übernimmt die Kosten für die medizinische Versorgung?

Herr Leipold konnte alle Fragen beantworten und mit praktischen Beispielen aus seinem Berufsalltag vertiefen. Neben wertvollen Einblicken in seine Arbeit, hat er dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Situation der Obdachlosen in unserer Stadt zu schärfen.

Die Schüler:innen sind motiviert, sich weiterhin für soziale Gerechtigkeit einzusetzen und ihren Beitrag zur Unterstützung von obdachlosen Menschen zu leisten.

StRin Ina Frank