Erasmus+ Moments – Bilder, die Geschichten erzählen

Besondere Augenblicke, neue Freundschaften und unvergessliche Erlebnisse – unser Erasmus+ Fotowettbewerb zeigt, wie vielfältig und bereichernd Auslandserfahrungen sein können.

Auch in diesem Schuljahr lud die Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School alle Erasmus+-Teilnehmenden des vergangenen Schuljahres 2025/26 ein, ihre schönsten Auslandserlebnisse beim Fotowettbewerb unter dem Motto „MyErasmus-Experience“ zu teilen.

Die Auszubildenden konnten jeweils ihr persönliches Lieblingsfoto aus den Kategorien „Schule/Arbeit“ oder „Kultur/Freizeit“ einreichen. Anschließend wurden alle Bilder in einer Online-Abstimmung präsentiert, bei der die Schülerinnen und Schüler unserer Berufsschule ihre Favoriten wählen konnten.

Drei besondere Erasmus+ Momente auf dem Siegertreppchen

Alle drei Gewinnerfotos stammen aus der Kategorie „Kultur/Freizeit“ und zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, was einen Auslandsaufenthalt so besonders macht.

1. Platz: Benjamin Hauffe – Ein Augenblick zum Innehalten

Mit seinem beeindruckenden Irland-Erlebnis überzeugte Benjamin Hauffe und sicherte sich den ersten Platz. Seine Aufnahme von Sonne, Meer und imposanten Klippen fängt einen ganz besonderen Moment ein. Das Zusammenspiel aus warmen Sonnenstrahlen, glitzerndem Wasser und atemberaubender Landschaft machte diesen Augenblick für ihn unvergesslich. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen und alles fühlte sich leicht und unbeschwert an.

2. Platz: Leonie Erhardt – Gemeinsam Erinnerungen schaffen

Den zweiten Platz belegte Leonie Erhardt mit einem besonderen Moment auf den Klippen von Howth bei Dublin. Gemeinsam mit Menschen, die sie erst kurz zuvor kennengelernt hatte, genoss sie den weiten Blick auf das Meer. Ihr Foto steht sinnbildlich für das, was Erasmus+ ausmacht: Freiheit, Abenteuer, neue Freundschaften und Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben.

3. Platz: Marianne Schnabel – St. Patrick’s Day einmal anders

Der dritte Platz ging an Marianne Schnabel, die einen entspannten Moment abseits des Trubels am St. Patrick’s Day festhielt. Nach der Parade zog sie sich gemeinsam mit anderen Teilnehmenden von den Menschenmassen zurück und ließ den irischen Feiertag bei einer gemütlichen Runde Karten vor der St. Patrick’s Cathedral ausklingen. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen entstand so eine ganz besondere Erinnerung an ihren Aufenthalt in Dublin.

Erinnerungen, die bleiben

Die drei Erstplatzierten dürfen sich über Geldpreise in Höhe von 70 €, 50 € und 30 € sowie eine Kaffeetasse mit ihrem Siegerfoto freuen.

Doch auch die weiteren Teilnehmenden gingen nicht leer aus: Ihr eingereichtes Foto wurde ebenfalls auf einer persönlichen Kaffeetasse verewigt – als bleibende Erinnerung an eine erlebnisreiche Zeit im Ausland. Zusätzlich wurden unter allen Schülerinnen und Schülern, die an der Abstimmung teilgenommen hatten, Geldpreise verlost.

Lust auf deine eigenen Erasmus+ Moments?

Ob neue berufliche Erfahrungen, spannende Begegnungen oder unvergessliche Erlebnisse in einem anderen Land – Erasmus+ eröffnet vielfältige Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Wer selbst internationale Erfahrungen während seiner Ausbildung sammeln möchte, ist bei uns genau richtig! Unser Internationalisierungsteam und die Englischlehrkräfte informieren gerne über unsere Erasmus+ Projekte und die vielfältigen Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts.

Carmen Hertha

Haltung zeigen in stürmischen Zeiten – Bonhoeffer Ausstellung in der Erlöserkirche

Von 5. bis 18. Oktober 2026 haben mehrere Klassen unserer Schule die Ausstellung zum Leben und Wirken des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer in der Erlöserkirche Bamberg besucht.

Gut 80 Jahre nach seiner Hinrichtung erinnert sie an den Widerstand des Pfarrers gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus und sein bis in die heutige Zeit wirkendes Vermächtnis. Mit interaktiven Elementen regte sie uns zum Nachdenken an, denn stürmische Zeiten gab es nicht nur damals. Gerade im Hinblick auf aktuell wieder aufkeimenden Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rechtspopulistische Meinungsmache und „Fake News“ ist es den Entwicklern der Ausstellung wichtig, einen deutlichen Kontrapunkt zu setzen und an die Schrecken des NS-Regimes zu erinnern. „Wehret den Anfängen!“ und „Nie wieder ist jetzt!“ – diese Weckrufe scheinen nötiger denn je.

Wir haben anhand der verschiedenen Bonhoeffer Stationen kennenlernen dürfen, was es heißt, Haltung zu zeigen: Eine klare Richtung haben und das eigene Denken trotzdem überprüfen. Offen sein für andere Sichtweisen. Unrecht erkennen, auch wenn es als Recht auftritt. Den Opfern helfen und dem Rad in die Speichen fallen. Verantwortung übernehmen, auch wenn es etwas kostet. Auch wer zweifelt, kann Haltung zeigen. Halt gibt das Vertrauen: „Du kennst mich“.

Ergänzt wurde die Bonhoeffer-Ausstellung durch die Ausstellung „Formen des Widerstandes“ der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg, eine Leihgabe der Willy-Aron-Gesellschaft e. V. Sie nimmt mit Willy Aron, Hans Wölfel und Claus Schenk Graf von Stauffenberg unterschiedliche Wege des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in den Blick und eröffnet uns damit zugleich eine besondere Bamberger Perspektive. So treten neben Dietrich Bonhoeffer weitere Menschen hinzu – und die Frage nach Haltung und Verantwortung gewinnt einen unmittelbaren lokalen Bezug. Geschichte, die sich unweit unserer Schule abgespielt hat.

Karen Stein

Von Shanghai nach Bamberg: Delegation der Tongji University zu Gast an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School

Mit Prof. Dr. Jiping Wang, Prof. Dr. Jianping Zheng und der Doktorandin Hui Tang durften wir am 22.09.2026 eine dreiköpfige Delegation der Tongji University Shanghai an unserer Schule begrüßen. Auf Einladung der Universität Bamberg und Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz besuchten die chinesischen Gäste im Rahmen der Universitätsschulinitiative auch die BS III Bamberg. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Austauschs stand die Frage, wie die bestehende Zusammenarbeit weiter vertieft und Theorie und Praxis in der Lehrkräftebildung noch stärker miteinander verbunden werden können.

Im Anschluss an das gemeinsame Gespräch erhielt die Delegation bei einem Unterrichtsbesuch einen direkten Einblick in den Unterrichtsalltag an unserer Berufsschule. Besonders interessant waren dabei die Unterschiede zwischen dem deutschen und chinesischen Bildungssystem, insbesondere hinsichtlich der Zusammensetzung der Lerngruppen sowie verschiedener Ansätze im Fremdsprachenunterricht.

Einen besonderen Abschluss des Tages bildete am Abend das Zusammentreffen der Delegation mit Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Markus Blume und Staatsministerin a. D. Melanie Huml in der Bamberger Innenstadt. Gemeinsam mit Schulleiter OStD Pankraz Männlein bot sich dabei die Gelegenheit zu einem herzlichen Austausch – und natürlich durfte auch ein gemeinsames Erinnerungsfoto nicht fehlen.

So endete ein Tag ganz im Zeichen internationaler Begegnung: von Shanghai nach Bamberg, von der Universität in die Berufsschule und vom fachlichen Dialog bis zur persönlichen Begegnung mitten im Bamberger Weltkulturerbe.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen von der Tongji University für ihren Besuch und den offenen und inspirierenden Austausch und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Begegnungen und Projekte.

Carmen Hertha

Feierlicher Abschied und neue Wege – Abschlussfeier der BS III Bamberg Business School

Den Auftakt der Abschlussfeier bildete am 28. Juli 2026 ein Gottesdienst im Hohen Dom zu Bamberg. Im Anschluss kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Ausbildungsbetriebe, Familien sowie zahlreiche Ehrengäste im Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle Bamberg zusammen, um gemeinsam den erfolgreichen Abschluss der Ausbildungszeit zu feiern.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Schulleiter Pankraz Männlein würdigten Landrat Johannes Maciejonczyk, Bürgermeisterin Eva Jutzler, die Bundestagsabgeordneten Lisa Badum und Andreas Schwarz sowie Landtagsabgeordnete Melanie Huml in ihren Grußworten die Bedeutung einer qualifizierten beruflichen Ausbildung und wünschten den jungen Menschen viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

Die Schulband sorgte mit mehreren musikalischen Beiträgen für einen stimmungsvollen Rahmen. Den schwungvollen Schlusspunkt setzte der Schulchor mit „Super Trouper“ von ABBA und lud das Publikum zum Mitklatschen ein.

Ein Highlight der Feier waren die Ehrungen und Preisverleihungen für herausragende Leistungen, bevor schließlich die Abschlusszeugnisse überreicht wurden. Stolz, Freude und auch ein wenig Wehmut prägten diesen besonderen Tag.

Mit viel Humor und einem Augenzwinkern ließ Schülersprecherin Waleria Wiese die gemeinsame Schulzeit Revue passieren. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Schule nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch der Gemeinschaft ist. Die St. Patrick’s Week und das große Engagement der SMV standen beispielhaft dafür, wie das Schulleben aktiv mitgestaltet und der Zusammenhalt innerhalb der Schulfamilie gestärkt werden kann. Zum Abschluss gab sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Worte „Wenn wir diese Jahre geschafft haben, schaffen wir alles.“ mit auf den Weg – ein Gedanke, der sich auch in den Grußworten der Ehrengäste widerspiegelte. Der erfolgreiche Abschluss ist kein Endpunkt, sondern der Beginn eines neuen Lebensabschnitts – lebenslanges Lernen bleibt ein wichtiger Begleiter.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Foyer blieb Zeit für persönliche Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und den Austausch über die Ausbildungszeit.

Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen für ihre persönliche und berufliche Zukunft alles Gute. Bleibt neugierig, geht euren Weg mit Zuversicht und behaltet eure Zeit an der BS III Bamberg Business School in guter Erinnerung.

Carmen Hertha

Brücken bauen durch Begegnung – Berufliche Bildung im Dialog: Erasmus+ in China

Wie sieht berufliche Bildung in China aus? Welche Rolle spielen deutsche Unternehmen bei der Ausbildung vor Ort? Und wie können langfristige Partnerschaften zwischen deutschen und chinesischen Berufsschulen entstehen? Diesen Fragen ging eine Delegation aus Lehrkräften und Schulleitung der BS III Bamberg Business School während einer Erasmus+-Mobilität nach China nach.

Im Mittelpunkt standen dabei Einblicke in die chinesische Berufsbildung, Besuche von Unternehmen, Hochschulen und beruflichen Bildungseinrichtungen sowie der Austausch mit der AHK Shanghai. Ziel der Mobilität war es, internationale Kooperationen anzubahnen und den fachlichen Austausch über innovative Ansätze der beruflichen Bildung zu fördern.

Beim Besuch des deutschen Familienunternehmens KERN-LIEBERS in Taicang wurde deutlich, wie eng betriebliche Ausbildung, internationale Wirtschaft und berufliche Bildung miteinander verzahnt sind. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der traditionsreichen Tsingtao-Brauerei in Qingdao, die 1903 von deutschen und britischen Kaufleuten gegründet wurde und bis heute die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und China widerspiegelt.

Spannende Einblicke in die Zukunft der Bildung boten zudem die Tongji University und das Shanghai Nanhu Vocational & Technical College. An der Tongji University diskutierten wir über technologische Entwicklungen sowie deren Bedeutung für die Lehrkräfteausbildung und Berufsbildung. Besonders beeindruckend war der Besuch eines KI-gestützten Smart Classrooms, der eindrucksvoll zeigte, wie intelligente Assistenzsysteme, adaptive Lernumgebungen und digitale Technologien den Unterricht bereits heute unterstützen und individualisieren. Am Shanghai Nanhu Vocational & Technical College konnten wir anschließend erleben, wie diese digitalen Technologien und Künstliche Intelligenz praxisnah in die berufliche Lernumgebung integriert werden.

Erkenntnis 1: Unterschiedliche Stärken – gemeinsames Potenzial

China beeindruckt durch die Geschwindigkeit, mit der digitale Technologien und KI in Schule und Ausbildung Einzug halten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das deutsche duale Ausbildungssystem mit seiner engen Verzahnung von Schule und Betrieb international hohes Ansehen genießt. Beide Systeme bieten unterschiedliche Stärken – und damit großes Potenzial, voneinander zu lernen.

Erkenntnis 2: Partnerschaften entstehen durch persönliche Begegnungen

Erst die Gespräche vor Ort, gemeinsame Schulbesuche und der persönliche Kontakt schaffen Vertrauen und ein tieferes Verständnis für unterschiedliche Bildungs- und Arbeitskulturen. Mit den neu geknüpften Kontakten wurden wichtige Grundlagen für zukünftige Kooperationen geschaffen.

Erkenntnis 3: Gemeinsam Zukunft gestalten

Die größten Chancen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen zusammenkommen. Internationale Mobilitäten schaffen die Grundlage, voneinander zu lernen, gemeinsame Ideen zu entwickeln und die berufliche Bildung zukunftsorientiert weiterzudenken.

Ein herzlicher Dank gilt der Tongji University, dem Shanghai Nanhu Vocational & Technical College sowie der AHK Shanghai für die Gastfreundschaft, den offenen Austausch und die wertvollen Einblicke. Ein besonderer Dank geht an Tido Janssen und das Team der AHK Shanghai für die hervorragende Unterstützung und die Möglichkeit, Perspektiven für eine zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung auszuloten. Die Präsentationen der gemeinsam entwickelten Workshopkonzepte der deutschen und chinesischen Lehramtsstudierenden unterstrichen eindrucksvoll das Potenzial solcher Partnerschaften, insbesondere des Universitätsschulkonzepts, das wiederum Grundlage für solche gemeinsamen Projekte war und ist. Abschließend noch ein herzlicher Dank an Prof. Dr. Gerholz und sein Team der Wirtschafts- und Gesundheitspädagogik Bamberg für die Organisation und die Bereitstellung der Netzwerke. Das ist gelebte Universitätsschule!

Carmen Hertha

Fortbildung bei Thomann: Praxisnahe Einblicke in den Weltmarktführer des Musik-E-Commerce

Sieben Lehrkräfte aus den Fachbereichen Einzelhandel und Großhandel der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School nahmen an einer ganztägigen Fortbildung beim Musikhaus Thomann in Burgebrach teil. Da Thomann zahlreiche Auszubildende an unserer Schule beschulen lässt, bot die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, betriebliche Abläufe und aktuelle Entwicklungen unmittelbar kennenzulernen und wertvolle Impulse für einen praxisnahen Unterricht zu gewinnen.

Im Mittelpunkt standen Vorträge zu den Themen Unternehmensentwicklung, Personalgewinnung und Ausbildung, Logistik, Einkauf, internationaler Vertrieb sowie E-Commerce und Digitalisierung. Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Unternehmensinhaber Johann Thomann, der persönliche Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des Familienunternehmens zum weltweit führenden Anbieter von Musikinstrumenten und Musik-Equipment gab.

Ergänzt wurde das Programm durch eine Führung durch den Store und die Logistik. Die Teilnehmenden erhielten dabei einen umfassenden Einblick in die Prozesse eines international erfolgreichen Handelsunternehmens – von der Sortimentsplanung über den Versand bis hin zu innovativen digitalen Lösungen.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in den Unterricht ein und tragen dazu bei, den Auszubildenden betriebliche Abläufe anhand authentischer Beispiele aus einem Unternehmen zu vermitteln, das viele von ihnen aus ihrer eigenen Ausbildung kennen.

Ein herzlicher Dank gilt der Regierung von Oberfranken für die Organisation dieser gelungenen Fortbildungsveranstaltung sowie dem Musikhaus Thomann für die offene Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in das Unternehmen. Solche Kooperationen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die berufliche Bildung eng mit der betrieblichen Praxis zu verknüpfen.

Lukas Jung & Wolfgang Hübner

Europa erleben – Europass für internationale Erfahrungen

Am 24. Juni 2026 fand an der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School die feierliche Verleihung der Europässe statt. Mit dieser Auszeichnung wurden Auszubildende und Lehrkräfte für ihre Teilnahme an Mobilitätsprojekten im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ gewürdigt.

Dank der Erasmus+-Akkreditierung durch die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB) konnte unsere Schule im vergangenen Schuljahr erneut mehrere internationale Projekte erfolgreich umsetzen. Im Rahmen von Kurzzeitmobilitäten in Dänemark, Irland, Norwegen und Spanien sowie eines Austauschs des Schülerparlaments mit Dänemark und Norwegen sammelten die Teilnehmenden während ihrer mehrwöchigen Auslandsaufenthalte vielfältige Erfahrungen im Schulsystem sowie in der Berufs- und Arbeitswelt ihrer Gastländer. Diese unmittelbaren Einblicke förderten nicht nur ihre fachlichen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen, sondern eröffneten ihnen auch neue Perspektiven für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung waren die kurzweiligen Präsentationen der Schülerinnen und Schüler, in denen sie ihre Erkenntnisse aus den Auslandspraktika anschaulich und reflektiert vorstellten. Im Anschluss wurden die Europass-Zertifikate überreicht. Der Europass dokumentiert die im Rahmen der Erasmus+-Aufenthalte erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen und macht internationale Lernerfahrungen sichtbar.

Den stimmungsvollen Ausklang bildete das anschließende Buffet: Hier bot sich Gelegenheit zum persönlichen Austausch sowie zum Rückblick auf die gemeinsamen Erlebnisse. Ein Eiswagen sorgte bei sommerlichen Temperaturen für eine willkommene Abkühlung.

Ein besonderer Dank gilt den engagierten Ausbildungsbetrieben, deren Unterstützung und Freistellung der Auszubildenden diese bereichernden Auslandserfahrungen erst ermöglicht haben; zugleich gratulieren wir allen Teilnehmenden herzlich zu ihren erfolgreich absolvierten Erasmus+-Aufenthalten sowie ihrem persönlichen Lernerfolg.

Carmen Hertha

Sammelaktion zur Kippen-Challenge

Für den „Tag der Umwelt“ am 11. Juni wurden Bamberger/innen aufgerufen, Zigarettenkippen zu sammeln. Viele Schulklassen und Bürger/innen haben sich daran beteiligt. Allein unsere Berufsschule hat die Stadt von 20 000 Kippen befreit. Insgesamt kam das traurige und gleichzeitig freudige Ergebnis von über 80 000 Zigarettenstummeln zustande. Umgerechnet wurden damit 3,2 Millionen Liter Wasser (Grundwasser + Kanalisation) nicht verunreinigt. 

Karen Stein

Erasmus+ Auslandspraktikum in Norwegen 2026 

 Auf geht’s nach Norwegen! – Unsere Anreise 

Am Sonntag, den 10. Mai 2026, hieß es für uns: Auf geht’s nach Norwegen. Mit einem Großraumtaxi fuhren wir von Hallstadt zum Flughafen München. Von dort startete pünktlich um 8:40 Uhr der Flieger nach Oslo. Knappe 2 Stunden später waren wir auch schon gelandet. Nach einer kurzen Orientierungspause ging es in den Zug, der uns in eineinhalb Stunden nach Drammen brachte. Verblüfft von der Pünktlichkeit eines öffentlichen Verkehrsmittels hatten wir noch einige Zeit zu überbrücken, bevor wir unsere Apartments beziehen konnten, diese nutzten wir für eine kleine Stärkung. Abends erkundeten wir mit Frau Franz noch ein bisschen unsere neue Heimat für die nächsten drei Wochen.  

New job, who dis? 

Die drei Wochen der Mobilität waren wir in folgenden Betrieben untergebracht:  

Jano war im Supermarkt Meny, Lea und Mia arbeiteten im Baumarkt Biltema, Phillip war bei der Drammen Kommune, Lisa arbeitete im Second-Hand-Laden Nesten Nytt und Nina betreute in der Lier vidergående skole Schüler mit besonderen Bedürfnissen. 

An letzterer Schule begann unsere erste Woche, als wir uns am Montag nicht mit Nina, die leider verhindert war, sondern mit Kari Ann trafen. Mit ihr lernten wir unsere Ansprechpartnerin für die Praktikumsplätze kennen. Sie erklärte uns sehr anschaulich das norwegische Bildungssystem und die Besonderheiten an der Schule in Lier. 

Dienstag, Mittwoch und Freitag ging es für uns dann in die Betriebe. Hier konnten wir uns an das neue Arbeitsumfeld gewöhnen und die ersten Erfahrungen mit internationaler Arbeit machen. Die Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr herzlich und halfen uns, uns zurechtzufinden. Ebenfalls gaben sie uns nützliche Tips zu kulturellen Aktivitäten rund um Drammen. 

Von Sightseeing und Fanfreundschaften – Woche 1 

Nach der Arbeit wollten wir natürlich noch weiter unsere neue Heimat erkunden, am besten eignet sich dafür joggen. Bei einem Lauf verschlug es uns zum Marienlyst Stadion, dem Zweitligaverein Drammens, als gerade ein Spiel der Reservemannschaften auf einem Nebenplatz stattfand. Zufällig trafen wir auf einen Verantwortlichen der Mannschaft Skiold Drammen, der uns nach dem Spiel ins Stadion einlud und uns fünf Trikots des Vereins schenkte. Im Gegenzug versprach Phillip ihm ein Trikot seines Heimatvereins per Post zu senden. Doch damit nicht genug:  Der Verantwortliche zog es in Betracht, mit der Mannschaft nach Kemmern zu kommen und ein internationales Freundschaftsspiel zu veranstalten. 

Neben zahlreichen Laufeinheiten in Drammen ging es für uns an Christi Himmelfahrt in die norwegische Hauptstadt Oslo. Dort besuchten wir das königliche Schloss, die Festung Akershus, das Opernhaus und schlenderten durch die Innenstadt.  

Am Samstag wanderten wir zum Spiralentunnel und hielten auf dem Weg am Klopptjernsee an, um bei gemütlichen 7 Grad Außentemperatur eine Runde zu baden. Nach einer kleinen Stärkung auf einer Hütte ging es für uns zurück ins Apartment und von da direkt weiter zum Marienlyst Stadion, wo wir ein unglaubliches 5:4 der Heimmannschaft Strømsgodset gegen Ranheim zu sehen bekamen. 

Norwegens Nationalfeiertag- Der 17. Mai 

Am Sonntag der ersten Woche durften wir Norwegens Nationalfeiertag miterleben. Der Tag begann um 8:00 Uhr mit Salutschüssen. Mit kleinen Norwegenflaggen und Schleifchen ausgestattet, trafen wir uns um 9:30 Uhr auf der im letzten Sommer fertiggestellten Stømsø-Torg-Brücke. Von dort aus schauten wir uns die Parade an, die um 10 Uhr am Marienlyst-Stadion startete und in Richtung Bragernes-Kirche zog. Die ganze Stadt war festlich dekoriert und von Menschen in traditionellen Trachten, den sogenannten Bunads, erfüllt. Die Parade bot ein abwechslungsreiches Programm – von Schulklassen aus ganz Drammen über professionelle Marching Bands bis hin zu den „Russ“, den norwegischen Abschlussklassen, die ihren Schulabschluss feierten und diesen besonderen Tag ausgelassen genossen. Die fröhliche Atmosphäre, die Musik und der spürbare Nationalstolz machten diesen Tag für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Den Nachmittag verbrachten wir in der Innenstadt, begleitet von traditioneller Musik und Tanz und einem Besuch beim Tivoli, der vergleichbar ist mit einer Kerwa. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im Alpenhaus ausklingen, dem letzten gemeinsamen Abendessen mit Frau Franz, die am Montag wieder nach Deutschland flog. Während des Abendessens traf Herr Frank aus der BS1 ein, der uns in der zweiten Woche begleiten wird. 

Woche zwei in Norwegen 

Die zweite Woche bestand zum Großteil aus der Arbeit in den Betrieben. Neben der Arbeit waren wir wie gewohnt sportlich aktiv und es verschlug uns nochmal nach Oslo. Hier besuchten wir den Vigelandspark und gingen in der Innenstadt shoppen. Die Abende verbrachten wir gemeinsam, entweder mit Kochen, Gesellschaftsspielen oder mit dem Finale der Europa League.  

Woche drei in Drammen 

Zum Redaktionsschluss befinden wir uns immer noch in Drammen und erleben die dritte und leider schon letzte Woche unseres Aufenthalts, weshalb die Berichte nur bis Woche zwei reichen. Trotzdem haben wir noch einiges für die restliche Zeit geplant:  

Uns steht durch den Pfingstmontag ein verlängertes Wochenende bevor, welches wir für in vollen Zügen ausnutzen wollen. Zudem ist noch mindestens ein Besuch im Marienlyst Stadion geplant. Den Freitag verbringen wir in der Lier Schule und stellen dort, vor Nina und den anderen Beteiligten unsere Abschlusspräsentationen vor. Diese beinhalten unsere Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse in der Zeit der Mobilität. 

Am Samstag heißt es dann für uns ,,hade bra norge‘‘, wenn wir unsere Heimreise antreten. Mit dem Zug fahren wir zum Flughafen Oslo und von dort aus fliegen wir nach München, wo uns ein Großraumtaxi abholt und zurück nach Hallstadt bringt. 

Unser Fazit 

Für uns alle war die Zeit in Norwegen sehr interessant und lehrreich. Als ,,Lærlinge‘‘ (norwegisch für Auszubildende) zu arbeiten hat uns allen große Freunde bereitet und uns auf persönlicher Ebene weiterentwickelt. Der direkte Einblick in die norwegische Arbeitskultur hat uns ermöglicht, viele wertvolle Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln und unsere Kenntnisse in einem neuen Umfeld weiter auszubauen. Die Eindrücke und Erfahrungen, die wir während des Auslandspraktikums gewonnen haben, werden uns auch in Zukunft begleiten und nachhaltig prägen. Wir bedanken uns herzlich bei der BS3-Business School Bamberg für diese tolle Möglichkeit und an das Erasmus-Team für die Organisation.  

Phillip Riese (Schüler WBK11) 

Besondere Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Im Fürstensaal der Würzburger Residenz wurden am 29.04.2026 über 150 Schülerinnen und Schüler aus Nordbayern für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Kultusministerin Anna Stolz und die Bayerische Ehrenamtsbeauftragte Gabi Schmidt überreichten die Urkunden im feierlichen Rahmen.

Für unsere Schule nahmen die angehenden Medizinischen Fachangestellten Marco Saffer und Carlotta Roth aus der Klasse GMF 10b gemeinsam mit der Fachbereichsleiterin Gesundheit StDin Nicole Waletzko an der Ehrung teil. Marco engagiert sich seit Jahren als Rettungssanitäter und unterstützte unter anderem die Einsätze während der Flutkatastrophe im Ahrtal. Carlotta ist aktives Mitglied der Feuerwehr und war unter anderem beim Waldbrand in Thüringen im Einsatz.

Wir sind stolz auf das besondere Engagement unserer Schülerinnen und Schüler!

Nicole Waletzko