Erasmus+ Auslandspraktikum in Norwegen 2026 

 Auf geht’s nach Norwegen! – Unsere Anreise 

Am Sonntag, den 10. Mai 2026, hieß es für uns: Auf geht’s nach Norwegen. Mit einem Großraumtaxi fuhren wir von Hallstadt zum Flughafen München. Von dort startete pünktlich um 8:40 Uhr der Flieger nach Oslo. Knappe 2 Stunden später waren wir auch schon gelandet. Nach einer kurzen Orientierungspause ging es in den Zug, der uns in eineinhalb Stunden nach Drammen brachte. Verblüfft von der Pünktlichkeit eines öffentlichen Verkehrsmittels hatten wir noch einige Zeit zu überbrücken, bevor wir unsere Apartments beziehen konnten, diese nutzten wir für eine kleine Stärkung. Abends erkundeten wir mit Frau Franz noch ein bisschen unsere neue Heimat für die nächsten drei Wochen.  

New job, who dis? 

Die drei Wochen der Mobilität waren wir in folgenden Betrieben untergebracht:  

Jano war im Supermarkt Meny, Lea und Mia arbeiteten im Baumarkt Biltema, Phillip war bei der Drammen Kommune, Lisa arbeitete im Second-Hand-Laden Nesten Nytt und Nina betreute in der Lier vidergående skole Schüler mit besonderen Bedürfnissen. 

An letzterer Schule begann unsere erste Woche, als wir uns am Montag nicht mit Nina, die leider verhindert war, sondern mit Kari Ann trafen. Mit ihr lernten wir unsere Ansprechpartnerin für die Praktikumsplätze kennen. Sie erklärte uns sehr anschaulich das norwegische Bildungssystem und die Besonderheiten an der Schule in Lier. 

Dienstag, Mittwoch und Freitag ging es für uns dann in die Betriebe. Hier konnten wir uns an das neue Arbeitsumfeld gewöhnen und die ersten Erfahrungen mit internationaler Arbeit machen. Die Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr herzlich und halfen uns, uns zurechtzufinden. Ebenfalls gaben sie uns nützliche Tips zu kulturellen Aktivitäten rund um Drammen. 

Von Sightseeing und Fanfreundschaften – Woche 1 

Nach der Arbeit wollten wir natürlich noch weiter unsere neue Heimat erkunden, am besten eignet sich dafür joggen. Bei einem Lauf verschlug es uns zum Marienlyst Stadion, dem Zweitligaverein Drammens, als gerade ein Spiel der Reservemannschaften auf einem Nebenplatz stattfand. Zufällig trafen wir auf einen Verantwortlichen der Mannschaft Skiold Drammen, der uns nach dem Spiel ins Stadion einlud und uns fünf Trikots des Vereins schenkte. Im Gegenzug versprach Phillip ihm ein Trikot seines Heimatvereins per Post zu senden. Doch damit nicht genug:  Der Verantwortliche zog es in Betracht, mit der Mannschaft nach Kemmern zu kommen und ein internationales Freundschaftsspiel zu veranstalten. 

Neben zahlreichen Laufeinheiten in Drammen ging es für uns an Christi Himmelfahrt in die norwegische Hauptstadt Oslo. Dort besuchten wir das königliche Schloss, die Festung Akershus, das Opernhaus und schlenderten durch die Innenstadt.  

Am Samstag wanderten wir zum Spiralentunnel und hielten auf dem Weg am Klopptjernsee an, um bei gemütlichen 7 Grad Außentemperatur eine Runde zu baden. Nach einer kleinen Stärkung auf einer Hütte ging es für uns zurück ins Apartment und von da direkt weiter zum Marienlyst Stadion, wo wir ein unglaubliches 5:4 der Heimmannschaft Strømsgodset gegen Ranheim zu sehen bekamen. 

Norwegens Nationalfeiertag- Der 17. Mai 

Am Sonntag der ersten Woche durften wir Norwegens Nationalfeiertag miterleben. Der Tag begann um 8:00 Uhr mit Salutschüssen. Mit kleinen Norwegenflaggen und Schleifchen ausgestattet, trafen wir uns um 9:30 Uhr auf der im letzten Sommer fertiggestellten Stømsø-Torg-Brücke. Von dort aus schauten wir uns die Parade an, die um 10 Uhr am Marienlyst-Stadion startete und in Richtung Bragernes-Kirche zog. Die ganze Stadt war festlich dekoriert und von Menschen in traditionellen Trachten, den sogenannten Bunads, erfüllt. Die Parade bot ein abwechslungsreiches Programm – von Schulklassen aus ganz Drammen über professionelle Marching Bands bis hin zu den „Russ“, den norwegischen Abschlussklassen, die ihren Schulabschluss feierten und diesen besonderen Tag ausgelassen genossen. Die fröhliche Atmosphäre, die Musik und der spürbare Nationalstolz machten diesen Tag für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Den Nachmittag verbrachten wir in der Innenstadt, begleitet von traditioneller Musik und Tanz und einem Besuch beim Tivoli, der vergleichbar ist mit einer Kerwa. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im Alpenhaus ausklingen, dem letzten gemeinsamen Abendessen mit Frau Franz, die am Montag wieder nach Deutschland flog. Während des Abendessens traf Herr Frank aus der BS1 ein, der uns in der zweiten Woche begleiten wird. 

Woche zwei in Norwegen 

Die zweite Woche bestand zum Großteil aus der Arbeit in den Betrieben. Neben der Arbeit waren wir wie gewohnt sportlich aktiv und es verschlug uns nochmal nach Oslo. Hier besuchten wir den Vigelandspark und gingen in der Innenstadt shoppen. Die Abende verbrachten wir gemeinsam, entweder mit Kochen, Gesellschaftsspielen oder mit dem Finale der Europa League.  

Woche drei in Drammen 

Zum Redaktionsschluss befinden wir uns immer noch in Drammen und erleben die dritte und leider schon letzte Woche unseres Aufenthalts, weshalb die Berichte nur bis Woche zwei reichen. Trotzdem haben wir noch einiges für die restliche Zeit geplant:  

Uns steht durch den Pfingstmontag ein verlängertes Wochenende bevor, welches wir für in vollen Zügen ausnutzen wollen. Zudem ist noch mindestens ein Besuch im Marienlyst Stadion geplant. Den Freitag verbringen wir in der Lier Schule und stellen dort, vor Nina und den anderen Beteiligten unsere Abschlusspräsentationen vor. Diese beinhalten unsere Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse in der Zeit der Mobilität. 

Am Samstag heißt es dann für uns ,,hade bra norge‘‘, wenn wir unsere Heimreise antreten. Mit dem Zug fahren wir zum Flughafen Oslo und von dort aus fliegen wir nach München, wo uns ein Großraumtaxi abholt und zurück nach Hallstadt bringt. 

Unser Fazit 

Für uns alle war die Zeit in Norwegen sehr interessant und lehrreich. Als ,,Lærlinge‘‘ (norwegisch für Auszubildende) zu arbeiten hat uns allen große Freunde bereitet und uns auf persönlicher Ebene weiterentwickelt. Der direkte Einblick in die norwegische Arbeitskultur hat uns ermöglicht, viele wertvolle Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln und unsere Kenntnisse in einem neuen Umfeld weiter auszubauen. Die Eindrücke und Erfahrungen, die wir während des Auslandspraktikums gewonnen haben, werden uns auch in Zukunft begleiten und nachhaltig prägen. Wir bedanken uns herzlich bei der BS3-Business School Bamberg für diese tolle Möglichkeit und an das Erasmus-Team für die Organisation.  

Phillip Riese (Schüler WBK11)