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Nach der Ausbildung eröffnet sich für den gelernten Automobilkaufmann ein breites Einsatzfeld im Autohaus. Für diejenigen, die sich
weiterbilden möchten, gibt es wiederum eine Vielzahl von Möglichkeiten: Eine davon ist ein Studium an der BFC, der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe, entweder in Calw (in der Nähe von Stuttgart)
oder Northeim (bei Göttingen/Niedersachsen).
Am Mittwoch, den 14. Februar 2007 kam die Schulleiterin von Northeim, Frau Sylvia Gerl, zu uns in die WAK11, um uns am Beispiel dieses
Standorts die Schule vorzustellen und auch schmackhaft zu machen. An beiden Standorten ist die Ausbildung gleich, die Schüler bekommen in elf Monaten Studienzeit nicht nur das nötige betriebswirtschaftliche,
rechtliche und kommunikationstechnische Wissen vermittelt, sondern absolvieren Workshops, Planspiele am PC, Rhetoriktrainings, Führungs- und Verhaltenstrainings, Projektstudien und vieles mehr. Die Dozenten sind
allesamt selbst erfolgreich im Kfz-Gewerbe tätig und bieten somit die besten Voraussetzungen für die Schüler, ihnen Wissen anzueignen, das sowohl praxisbezogen als auch authentisch ist. Sie kommen aus allen
Bereichen der Branche, beispielsweise von renommierten Importeuren und Herstellern von Alfa bis Volvo, Fachzeitschriften und Betrieben. Aber auch die Schüler stammen von beiden Bereichen des Kfz-Bereiches:
„Blaumänner“ wie die Kundendienstberater und Kfz-Mechatroniker sind ebenso vertreten wie die „Schlipsträger“ mit kaufmännischer Ausbildung. Neben dem fruchtbaren Erfahrungsaustausch profitiert davon auch die
Sozialkompetenz aller Schüler, hängt doch der Erfolg des Autohauses sehr stark von der guten Zusammenarbeit von „Blaumännern“ und „Schlipsträgern“ ab.
Während des Studiums, das von August bis Juli eines jeden Jahres geht, werden die Schüler in eigenen Wohnheimen in den Standorten
untergebracht, für alles Nötige wie das Essen, Schlafen und Arbeiten ist somit gesorgt. Durch die bewusste Wahl zweier kleinen Städte als Standort wird der Schüler auch nicht vom Lernen abgehalten. Northeim hat
beispielsweise nur 30.000 Einwohner, ein Garant dafür, dass abends wirklich „nichts los“ ist, wie die Schulleiterin vorgibt. Gähnende Leere herrscht aber nicht: Wer lernen kann, kann auch mal feiern. Und so lassen
es sich die Schüler nicht nehmen, auch mal ordentliche Feten zu veranstalten und gemeinsame Freizeiten zu organisieren.
Natürlich ist der ganze „Spaß“ nicht kostenlos: für das Studium muss mindestens der Grundbetrag von 6600€ angelegt werden, hinzu
kommen noch die Wohnungskosten und Gebühren für die Abschlussprüfung vor der Kammer. Als Voraussetzung benötigt man lediglich eine abgeschlossene Berufsausbildung, bei nicht kaufmännischen ist ein Vorkurs in
Betriebswirtschaft zu erbringen. Der Studienplatz wird nicht nach Noten vergeben, es lohnt sich aber, sich rechtzeitig, also mindestens ein Jahr im Voraus zu bewerben. Zudem investiert man in die Zukunft: Die
Absolventen haben den Job danach fast schon in der Tasche (auf einen BFCler kommen im Schnitt 5 Jobangebote) oder man kann alternativ auch ohne Abitur an einem von drei Standorten der amerikanischen
Partneruniversität Northwood University studieren. Zudem besteht die Möglichkeit, auf Meister-Bafög zurückzugreifen.
Charly Weingärtner, WAK11
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